Ecuador

Nun sind wir schon eine ganze Woche bei Graham in Ibarra. In der Zwischenzeit sind auch Margit und Jörg hier angekommen. Das Haus mit der Baumschule ist oberhalb des Ortes mit einem wunderbaren Blick über die Stadt zu den Bergen. Bei klarem Wetter sehen wir den schneebedeckten Imbabura. Das Wetter ist unbeständig. Immer wieder müssen wir die Arbeiten in der Gärtnerei unterbrechen. Das heisst, eigentlich unterbreche ich meine Arbeit. Graham und Hanspeter sind – typisch Mann - dauernd unterwegs. Aber natürlich sind es immer ganz wichtige Gründe. Bei unserem Van sind neue Reifen fällig und die Bremsscheiben vorne müssen gewechselt werden. Um das Auto sicher aufbocken zu können fahren die beiden Männer zu einer kleinen Ziegelbrennerei um grosse Holzklötze zu holen. Klar kann man da nicht einfach schnell wieder weg. In reiner Handarbeit wird die Lehmmasse mit Sägemehl vermischt, dann geformt in offenen Holzrahmen und zum trocknen in der Sonne aufgeschichtet. In einem Brand werden 14 000 Ziegel gebrannt.

Ausserdem, werden die ‚Ausflüge’ immer noch mit Einkäufen verbunden, was ja auch seine Zeit braucht. Dann müssen 200 Jungpflanzen an eine Gärtnerei abgeliefert werden, was ja auch ein wichtiger Grund ist. Ich bleibe bei diesen Aktionen zu Hause, arbeite in der Baumschule, wasche die Wäsche, putze, koche, bearbeite bei den kurzen Regengüssen die Fotos im Computer und geniesse die Pausen zwischendurch. Aber vor allem – ich fühle mich richtig gut und bin glücklich. Es ist schön wieder einmal mit den Händen zu arbeiten und am Abend zu sehen was man geleistet hat. Natürlich bleibt auch genug Zeit zum gemeinsamen Plaudern und Erzählen. Wir werden von Graham verwöhnt mit Häppchen zwischendurch und feinen Müeslifrühstück unter dem Vordach seines Hauses und am Abend geniessen wir den romantischen Blick übers Häusermeer von Ibarra.

Nachdem unsere österreichischen Freunde angekommen sind, fahren die Männer, begleitet von der 16-jährigen Tatania zu der fast 2 Stunden entfernten Finca von Graham um da einen ganzen Tag zu roden. Margit und ich arbeiten in der Baumschule und geniessen den Frauentag. So vergeht die Zeit und langsam kommt der Tag des Abschiedes immer näher. Ich muss gestehen, es fällt mir nicht leicht von hier weg zu gehen. Aber in Otavalo lockt ein grosser Samstagmarkt den wir besuchen wollen.

 

Wir haben im Rincon del Viajero einen netten Standplatz gefunden, der neben WC, Dusche und Strom auch eine gute Internetverbindung hat. Wir wollen hier eine Woche bleiben um den Reisebericht von Kolumbien in unsere Homepage zu stellen. Heute aber wandern wir zuerst zum Viehmarkt am Dorfrand von Otavalo. Was für ein ganz anderes Bild als in der Schweiz! Hier gibt es keine geordneten Viehstände. Jeder der etwas anzubieten hat zieht sein Tier am Seil hinter sich her und stellt sich damit auf den Platz. Am Rand werden Kleintiere wie Meerschweinchen, Hasen und Federvieh in allen Grössen angeboten. Zwischen den Anbietern pendeln die Interessenten, begutachten und handeln. Dabei geht es ruhig und besonnen zur Sache. Die Indiofrauen scheinen durchaus gleichberechtigte Partner zu sein und oft habe ich den Eindruck, dass sie das letzte Wort haben. Besonders bunt sind die Trachten der Frauen. Vor allem die Otavaleñas mit ihrem langen schwarzen Haar das sie im Nacken zusammengebunden haben und den weissen, mit bunten Blumen bestickten Blusen sind sehr schön. Um den Hals und die Handgelenke tragen sie dicke gelbe Glasperlenketten. Mit bunt gewobenen Gürteln wird der knöchellange weisse Flanellrock, der von einem seitlich offenen dunklen Ueberrock abgedeckt ist, gehalten. Im Gegensatz zu den Frauen, kommen die Männer meist in westlicher Kleidung daher. Aber selbst dann tragen viele ihren schulterlangen Zopf und vereinzelt sieht man auch die traditionelle weisse Hose und den Poncho.

Um 11.°°Uhr treffen wir uns mit Margit und Jörg im Hahnenkampfzelt. Auf der Wiese daneben können die stolzen Tiere begutachtet werden. Zum Kampf werden an den Füssen kleine Messer befestigt. In stoischer Ruhe werden die Kämpfe verfolgt und nur vereinzelt eingeworfene Worte verraten die angespannten Nerven der Zuschauer. Die Besitzer der Hähne sind während des Kampfes, zusammen mit dem Schiedsrichter, im Rund der Arena. Sobald sich die Hähne ineinander verfangen, wird der Kampf unterbrochen und die Tiere von ihren Besitzern begutachtet. Einer nimmt dabei kurzerhand den ganzen Kopf des Vogels in den Mund und leckt so das Blut ab, bevor dieser wieder auf seinen Gegner losgelassen wird. Für uns ein gleichermassen faszinierendes und abstossendes Erlebnis. Nach dem zweiten Kampf verlassen wir diesen archaischen Ort und spazieren ins Dorf um dort den bunten Marktplatz an der Poncho Plaza mit ihren Wolldecken, Wandteppichen, Ponchos, Blusen, Tüchern und vielem mehr zu besuchen. Die Otavaleños-Indianer waren schon bei den Inkas und später bei den spanischen Eroberern als Meisterweber bekannt. Es ist auch heute noch eine wahre Augenfreude durch diesen Markt zu gehen – auch wenn vereinzelt Stände mit dem üblichen Touristenkitsch anzutreffen sind. Von hier geht’s dann weiter zum Gemüsemarkt und zu den Plätzen mit ihren Korbwaren und Haushaltartikeln. Am heutigen Tag werden wirklich alle Sinne schon fast im Uebermass gefordert. Entsprechend müde treffen wir auf dem Campingplatz wieder mit Margit und Jörg zusammen und nicht nur der einsetzende Regen ist schuld, dass wir uns bald in unsere Autos zurück ziehen.

 

Unsere Freunde sind zu Graham zurück gefahren. Am 4. April sind auch wir wieder unterwegs in Richtung Quito. Am Abend quartieren wir uns in der Hosteria Alemana in San Antonio beim Mitad del Mundo ein. Hinter dem Haus steht der Landcruiser von Brigitta und Paul, die wir in Villa de Levya kennen gelernt haben.  Von Gerd, dem deutschstämmige Wirt erfahren wir, dass sie heute von den Galapagos zurück kommen sollen.

 

Am Sonntag ist es dann so weit. Was für ein Hallo! Gerd verwöhnt uns mit Delikatessen aus seiner Küche und bei einem guten Glas Wein löst eine herrliche Geschichte aus seinem bewegten Leben die Andere ab. Auch Brigitta und Paul wissen einiges zu erzählen und so erleben wir einen fröhlichen Abend in gemütlicher Runde.

 

Gerds ecuadorianische Frau ist politisch sehr engagiert und setzt sich aktiv für die arme Bevölkerung und den Umweltschutz ein. Wir erzählen ihr, dass wir auf unserer Fahrt hierher via Cayambe, kurz vor Perucho auf eine Naturstrasse abgebogen sind. Auf diesem Weg haben wir riesige Steinbrüche gesehen. Sie erzählt uns, dass diese ein grosses gesundheitliches Problem darstellen würden. Nicht nur, dass die Arbeiter da praktisch ohne Schutzmassnahmen arbeiten müssen und es darum immer wieder zu Unfällen kommt, der Staub der wie eine Smogglocke über dem Tal liegt sei – durch Studien bewiesen – verantwortlich für Staublungen und Lungenkrebs. Die Kinder sind von klein an dieser Luftverschmutzung ausgesetzt. Vor Jahren habe die Regierung dieses Land den einfachen Bauern zur Verfügung gestellt mit der Bedingung, dass sie das Land bepflanzen müssen. Natürlich ist, mit der Staubschicht auf den Blättern, auch der Ertrag sehr schlecht. Weltfirmen wie die Holcim verdienen sich eine goldene Nase auf Kosten dieser Menschen und der Umwelt – ohne sich um die Folgen zu kümmern. Die Landbevölkerung werde mit Geld abgespiesen damit sie schweigen und engagierte Personen werden totgeschwiegen oder sogar umgebracht. Wir sind empört und sprachlos, dass sich die Holcim, die ja den Umweltschutz gross auf ihr Banner geschrieben hat, ebenfalls am schweren Los der armen Landbevölkerung mitbeteiligt sein soll. Weiter hören wir, dass wertvolles Kulturgut ernsthaft gefährdet ist. Wir erfahren von einer Finca die 1669 gebaut wurde und die heute direkt unter einem Steinbruch steht und dies in einer grandiosen Berglandschaft. Paula ermöglicht uns einen Besuch und wir machen uns mit Brigitta und Paul auf den Weg. Die Beiden haben das verstaubte Tal sogar aus dem Flugzeug erkennen können. Es ist wirklich beeindruckend durch diese Gegend zu fahren. Es ist die Grösse der Minen genau so wie die herrliche Landschaft, das äusserst einfache Leben der Bauern und der direkte Kontakt mit dem Verwalter eines gefährdeten Baudenkmals das schon seit Jahren nicht mehr bewohnt wird. Noch unverständlicher wird das ganze, wenn man hört, dass das abgebaute Material von so schlechter Qualität ist, dass es zum Beispiel in Quito nicht verbaut werden darf!

Auf dem Rückweg besuchen wir die Ausgrabungsstätte Rumicucho. Sie ist eine der ehemaligen Befestigungsanlagen der Incas, die sich wie eine Kette von Loja im Süden bis nach Ibarra im Norden Ecuadors durchziehen. Von hier oben hat man eine tolle Aussicht – durch den Staubschleier der Abbruchminen.

Den Nachmittag verbringen wir wieder in der Hosteria Aleman und wir bekommen von Brigitta und Paul tolle Tipps für unsere geplante Reise zum Galapagos Archipel. Die Bilder die sie uns zeigen steigern noch die Vorfreude und wir machen telefonisch einen Termin mit Eduardo von der Safari Tours ab. Am 7. April treffen wir uns bei ihm im Büro um eventuell eine Reise zu buchen. Auch Dank unseren Freunden haben wir genaue Vorstellungen, wie wir reisen – und was wir sehen wollen.

 

Am nächsten Morgen verabschieden sich Brigitta und Paul. Sie fahren weiter Südwärts und wir wollen nach Quito zu Eduardo. Am Abend wissen wir - in zwei Tagen sind wir reif für die Inseln. Aber das steht im Bericht über die Galapagos!

 

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Nach einer traumhaften Woche im Galapagos Archipel sind wir gestern Abend wieder glücklich bei unserem Schnüfeli angekommen. Hanspeter hat einen Termin in der Herzklinik wegen seinen Herzrhythmusstörungen. Gleich vorweg: Alle Untersuchungen und Tests ergeben keinen krankhaften Befund. Wir nehmen uns nun eine Woche Zeit zum erneuten Akklimatisieren.

 

San Antonia de Pichincha liegt direkt am Äquator. Natürlich besuchen auch wir die ‚Mitte der Welt’. 1751 wurde der ‚Mitad del mundo’ von einer französischen Wissenschaftsexpedition nach den magnetischen Polen gemessen. Die hier lebenden Indianer wussten schon damals, dass die ausgemessene Linie nicht stimmt. Dank GPS wurde die Richtigkeit ihrer Aussage bestätigt. Sie haben nun genau auf der Aequatorlinie ein sehr interessantes Solarmuseum errichtet mit einigen verblüffenden Experimenten, einem internationalem ‚Totempfahlwald’, einem Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert und und und. Eines der Experimente verlangte, dass man versuchen soll, ein rohes Ei auf einem Nagelkopf aufzustellen. Nun, mir ist es gelungen und ich bin stolze Besitzerin eines Zertifikates das dies bestätigt. Man erfährt aber auch viel über das Leben der Ureinwohner, besucht eine Höhlengrabstätte und erfährt, wie man Schrumpfköpfe herstellt. Tia, wie ich dann auch noch mit dem Blasrohr ein aufgehängtes Kaktusblatt getroffen habe, fühle ich mich schon fast als Indianerin (grins)

Eher als touristische Abzocke empfanden wir das etwa 100 Meter entfernten ehemalige Aequatordenkmal. Vorbei an ehemaligen wichtigen Persönlichkeiten erreichen wir den Obelisken der durch eine Weltkugel gekrönt wird. Mit dem Lift fahren wir hoch zur Plattform mit schönem Blick ins Land. Runter geht’s dann zu Fuss, vorbei an Figuren und Ausstellungsgegenständen eines ethnologischen Museums. Noch sehenswert finden wir eine Miniaturansicht von Quito und das Planitarium. Für diese drei Besuche musste aber noch einmal extra bezahlt werden. Der Rest der Anlage besteht zur Hauptsache aus Souvenierläden, weiteren Ausstellungen und Restaurants.

 

Am nächsten Morgen scheint die Sonne und auch die Berge sind wolkenfrei. Darum rasch ins Auto gesessen und zum Vulkan Pululahua gefahren. Seine Caldera hat einen Durchmesser von 4 km und auf dem fruchtbaren Kraterboden haben sich Menschen angesiedelt. Auf der ganzen Welt gibt es nur noch einen bewohnten Vulkankrater in Afrika. Ab Mittag ziehen die Wolken über den Kraterrand und verbergen den Blick runter zu den Feldern. Heute Morgen haben wir eine gute Sicht auf den rund 1000 Meter tiefer gelegenen Talboden.

Ganz in der Nähe ist ein Museum das neben einem Solarmuseum und archäologischen Fundstücken auch eine permanente Bilderausstellung des Künstlers Cristobal Ortega anbietet. Leider kommt dann Nieselregen auf und wir fahren wieder nach Hause.

 

Ueber Nacht hat es aufgeklart und auf unserer Fahrt nach Quito können wir den schneebedeckten Gipfel vom Cotopaxi  sehen. Kurz vor dem bewachten Parkplatz wo wir unser Auto immer abstellen, werden wir von verschiedenen Personen auf unseren Vorderreifen aufmerksam gemacht, dass da etwas nicht stimmen würde. Einer meint denn auch beim Rotlicht: „Fahren sie doch rasch in die Seitenstrasse, damit sie sich das mal anschauen können“. Hanspeter meint aber, dass wir kurz vor unserem Ziel sind und bis dahin wird es wohl reichen. Beim Fahren sei ihm nichts aufgefallen. Weil er nichts findet, wollen wir am Abend schnell zur Garage ums Eck der Hosteria Alemana, das Rad kontrollieren lassen. Später haben wir dann erfahren, dass uns dieses besonnene Verhalten mit Sicherheit vor einem Überfall bewahrt hat. Das scheint eine beliebte Masche zu sein. Eine Bande verteilt sich auf einer belebten Strasse mit Ampeln. So wird der Autofahrer von scheinbar ganz verschiedenen Personen auf einen Defekt hingewiesen. Geschieht das dann zum 4. und 5.x ist man so verunsichert, dass man bereit ist in eine Seitenstrasse zu fahren um sich die Sache anzusehen. Während man vorne mit den freundlichen Helfern schaut, wird hinten das Auto ausgeräumt. Da haben wir ja noch einmal Glück gehabt!

Nun aber lassen wir unser Schnüfeli auf dem bewachten Parkplatz stehen und fahren mit dem Taxi in die Altstadt um diese zu Fuss zu erkunden. 

 

Natürlich steigen auch wir auf die 115 Meter hohen Türme der Basilica del Voto National, gehen vorbei am Theatro Sucre zum Kloster San Augustin, dann zur Kathedrale wo sich um die Plaza de la Independencia der Regierungspalast, der Palast des Erzbischofes und das Rathaus einreihen. Nicht weit davon entfernt steht die Jesuitenkirche La Compañia de Jesus. Ein Prachtsbau der innen mit 7 Tonnen Gold ausgeschmückt ist. Eine unglaubliche Pracht – nur – Gott habe ich da nicht gefunden. Unser nächstes Ziel ist die Cantuña Kapelle, die den Namen des Indianers Catuña trägt. Der Sage nach hat er als Dank seiner Errettung versprochen mit einem Teil des Incaschatzes innerhalb kürzester Zeit eine Kapelle zu errichten. Weil sich der Bau verzögerte, bat er den Teufel um Hilfe und versprach ihm seine Seele. Kurz vor der Vollendung betete nun der in Seelennot geratene Catuña zur Muttergottes um Hilfe. Am letzten Morgen nun liess diese den Hahn früher krähen und so kam der Teufel zu spät um den letzten Stein ein zu setzen – und die Seele des Indianers war gerettet. Bis heute fehlt auf der einen Aussenmauer der Terasse ein Wasserstein der das Regenwasser ablaufen lässt. Wir haben – bevor wir unseren Rundgang durch die Altstadt beendeten – genau nachgezählt!    

 

Obwohl es in Quitos Altstadt noch so  vieles zu entdecken gibt und noch so mancher schöner Innenhof zum ausruhen einlädt, wollen wir heute weiter nach Baños und von da zum nahen Rio Verde wo wir im ‚kleinen Paradies’ einen schönen Platz  finden.  Leider regnet es hier am Rand des ecuadorianischen Amazonasgebietes sehr viel. So nutzen wir das Wochenende zum Ausruhen und besuchen den kleinen aber netten Ort Baño, erklimmen den sehr eindrücklichen Wasserfall ‚Salto del Diablo’, fahren zum Wandern zum Ecoparque Monteselva, wo wir Affen, Schildkröten, Krokodile und einen Ozelot beobachten. Schade ist, dass wir wegen des Wetters die schönen Wanderrouten nicht nutzen können. Bei einer weiteren Aufhellung sehen wir uns aber die Attraktion eines dieser Wege an, nämlich die Lastenseilbahn über den Rio  Pastaza. Hoch über dem Fluss geht die rasante Fahrt zum anderen Ufer. Nichts für uns. Ein italienisches Paar steigt in den Warenkorb und will die Überfahrt wagen. Sie haben unsere ungeeilte Bewunderung.

 

Wir fahren lieber mit unserem Schnüfeli weiter in das Amazonasgebiet bis nach Puyo. Von hier kann man mit dem Schiff in den Urwald vordringen. Leider sind dann aber die Preise so unverschämt hoch, dass wir darauf verzichten. Ein weiterer Grund wieder zurück zu fahren liegt darin, dass der Ort auf uns nicht sehr vertrauenswürdig wirkt. Hier wollen wir unseren Camper nicht für 2-3 Tage unbeaufsichtigt stehen lassen. Auf der Rückfahrt begegnen uns Margit und Jörg, die bis Tena weiterfahren wollen. Wir haben uns schon entschieden noch einmal im ‚kleinen Paradies’ in Rio Verde zu schlafen um dann Morgen dieses schöne Tal zu verlassen.

Wir haben uns entschieden, in Ambato die Westumfahrung via Guaranda nach Riobamba zu nehmen. Diese spektakuläre Panoramastrecke verspricht schöne Blicke auf die Vulkane  Carihuayrazo und den Chimborazo. Zum Glück ist der Himmel wieder aufgeklart. So sehen wir eine unglaublich eindrückliche Hochgebirgslandschaft – nur bleiben die Vulkane meist hinter einer dicken Wolkendecke verborgen. Nur ganz kurz öffnen sich kleine Fenster die aber nur den Wunsch verstärken, mehr zu sehen. So fahren wir auf ca 4000 Meter Höhe zu einem kleinen Indio – Bauernhof und fragen, ob wir hier am Fuss des über 6000 Meter hohen Chimborazo übernachten dürfen? Wir werden sofort willkommen geheissen und in kurzer Zeit sind wir von neugierigen, freundlichen Menschen umringt die uns und unser Schnüfeli bestaunen. Wir laden sie ins Auto ein und ohne Scheu öffnen sie alle Schränke und flüstern sich zu was sie so alles sehen. Unsere Erzählungen über das Leben in der Schweiz unterstreichen wir mit einigen Bildern auf unserem Laptop. Beim anschliessenden Spaziergang begleitet uns die grössere Tochter mit zwei Stöcken, um uns die Hunde der Nachbarhöfe vom Leib zu halten. Der vom Tal aufkommende Nebel und der kalte Wind zwingen uns bald ins schützende Auto zurück. Hoffentlich präsentiert sich der Chimborazo morgen ohne den Wolkenschleier.

 

Ich erwache am Morgen früh von den Geräuschen um unser Auto. Die Lamas werden wieder freigebunden und die Schafherde darf das schützende Gatter wieder verlassen. Die Kinder kleben an unseren Fensterscheiben und wir versprechen ihnen, dass wir zur Zehnuhrpause zum Schulhaus kommen.

Nach der herzlichen Verabschiedung vom Hof sind wir noch etwas zu früh – und werden von Schulkommissaren angesprochen, ob wir hier Kinder adoptieren wollen? Sie sind schnell beruhigt, nachdem sie unsere Geschichte gehört haben und freuen sich über unser Interesse an ihrer Schule. Dann läutet die Pausenglocke – und wir stehen noch eine ganze Weile bis die Kinder ganz ruhig ihr Schulzimmer verlassen! Wir werden von den Lehrern willkommen geheissen und im Klassenzimmer erhalten wir einen heissen Tee und Kekse. Das gegenseitige Erzählen und Vergleichen der Schulsysteme ist so interessant, dass zur Freude der Kinder die Zeit vergessen wird. Immer wieder kleben sie am Fenster und drängeln sich an der Türe um die Fremden zu begutachten. Kaum habe ich die Frage nach einem Foto des Schulraumes gestellt, sausen sie zu ihren Plätzen um ja mit auf dem Bild zu sein. Die grösseren Kinder stehen neugierig um unser Auto und auf meine Frage ob sie reinschauen möchten, bilden sich sofort zwei Reihen und es wird geschubst und gestossen in der Angst, dass wir die Aktion abbrechen bevor der Letzte drinnen war. Wie schon auf dem Hof werden sämtliche Türen geöffnet und mit bewundertem Flüstern die Schätze kommentiert die sie sehen. Von den Lehrern erfahren wir, dass die Menschen hier nur von dem leben, was der Boden hergibt. Auf 4000 Meter wächst kaum noch etwas, so sind es zur Hauptsache einige Schafe, wenige Lamas und vielleicht 1-2 Kühe die das Überleben sichern. Mit viel Glück hat der Vater oder Sohn eine Stelle in der Stadt unten gefunden. Er kommt dann jeweils am Samstagabend heim um am Sonntagabend wieder ins Tal zu gehen. So bleibt die Landwirtschaft und Kindererziehung auf den Schultern der Frauen. Die Familien sind so arm, dass es hier keine Schuluniformen gibt und eine weitere Ausbildung kann sich hier niemand leisten. Wir fragen uns wirklich woher das Lachen und die Freundlichkeit dieser Menschen kommen. Ihre natürliche Würde verlangt von uns unsere ganze Hochachtung und Bewunderung.

Bei unserer Verabschiedung versteckt sich der Chimborazo schon wieder hinter den Wolken. Aber früh am Morgen hat er sich in seiner ganzen Schönheit gezeigt. So reisen wir reich beschenkt weiter nach Riobamba, dem nächsten Ziel entgegen. Hier wollen wir einige Tage ausruhen und den Reisebericht vom Galapagos Archipel ins Netz stellen. Zum Glück kann Hanspeter unseren Kühlschrank wieder zum laufen bringen und Günter hilft uns einmal mehr bei den Computerproblemen. Leider zwingt uns der leere Akku vom schönen Platz des Hotels Tejo weg. Aber wir finden ein nettes Plätzchen im Hostal Aleman, sogar mit Strom und allem was so ein Reiseherz begehrt. Dass hier auch noch deutsch gesprochen wird, ist vor allem für mich sehr angenehm.

 

Am 4. Mai ist es schon Abend, wie wir unseren Camper auf dem Parkplatz vom Hotel Europa in Alausi abstellen. Hoch über dem Ort steht auf einem Hügel die riesige Statue von Petrus und schaut, dass im Dorf alles mit rechten Dingen zugeht. Von seinem Standort haben wir einen herrlichen Blick ins Andenhochland.

 

‚Atemberaubend und ein veritables Ereignis ist die Zugfahrt von Alausi zur Nariz del Diablo’. So steht’s im Reisehandbuch. Auch wenn wir – nach einem Unfall vor 6 Monaten – nicht mehr auf dem Dach sitzen dürfen, zuckeln wir mit der Schmalspureisenbahn zur ‚Teufelsnase’. Mehr als einmal muss der Zugbegleiter Vieh vom ziemlich abenteuerlichen Geleise jagen, bevor die Fahrt weitergehen kann. An den steilen Hängen muss der Zug im Zick-Zack die Höhe überwinden. Das heisst; vorwärts auf ein Abstellgleis raus fahren. Der Zugbegleiter stellt die Weiche um und dann geht’s rückwärts eine Ebene tiefer bis zum nächsten Abstellgeleise, wo das Ganze dann in umgekehrter Reihenfolge abläuft. So geht’s weiter bis wir im Flusstal angekommen sind. Weil die Bahntrasse vor einigen Jahren verschüttet wurde, müssen wir denselben Weg wieder zurück. Was uns die Gelegenheit gibt die grossartige Landschaft aus der anderen Perspektive zu bewundern. Ein kleiner Fussweg durch das nette Dörfchen bringt uns dann am Abend wieder zum Camper zurück.

 

Bei unserer Weiterfahrt verändert sich langsam das Landschaftsbild. Die „Strasse der Vulkane“ kommt zu ihrem Ende und wir überfahren die Grenze zum Landesteil Cañar, der seinen Namen von den hier lebenden Indianern hat. Hier, genauer gesagt in Incapirca ist ein Sonnentempel der Inca, der als die besterhaltenen Ruinen der Incakultur in Ecuador gilt. Ganz in der Nähe finden wir in einer gut erhaltenen, ehemaligen Hacienda eine Unterkunft. Morgen wollen wir die Ruinen besuchen.

 

Von unserem Führer Secundo hören wir, dass sich die Incas bei ihrem Eroberungsfeldzug an den Cañaris die Zähne ausgebissen haben. Sie seien gezwungen gewesen an der Küste entlang weiter ins heutige Ecuador vorzudringen. Von Norden her hätten sie sich auf dem Rückweg wieder seinem Volk genähert. Diesmal sei ihnen die Eroberung geglückt. Allerdings nicht mit den Waffen, sondern mit den Herzen. Die beiden Völker haben sich durch Heirat vermischt. Obwohl die Cañaris Mondanbeter und die Incas Sonnenanbeter gewesen sind, haben sie die jeweilige Religion des Anderen respektiert. Bis heute sind in den Ruinen die Reste von beiden Völkern zu finden. Secundo versteht es ausgezeichnet das Leben von damals aufzuzeigen und die verschiedenen Zeugen zu erklären. Ein Spaziergang bringt uns zum Rio Silante wo wir einen natürlich entstandenen Indianerkopf bestaunen. Auf dem Rückweg werden wir von einer älteren Frau angesprochen die uns in ihre Lehmhütte bittet. Hier zeigt sie uns verschiedene Amulette, Vasen und sogar einen Totenkopf. Alles seien Originalfunde aus der alten Zeit. Secundo hat uns erzählt, dass die Ausgrabungen noch nicht abgeschlossen sind und erst kürzlich sei auf einem Acker ein Gräberfeld gefunden worden. Die Geschichte der Alten könnte also stimmen – und genau das ist der Grund, warum wir uns nicht auf einen Handel einlassen. Im nahen Museum wäre mindestens eine ihrer Vasen ein echtes Schmuckstück!

 

Langsam öffnet sich die Landschaft und der Boden wird fruchtbarer. In diesem Landesteil sind die Hänge wieder mit Wald bewachsen und die Felder haben sich ins Tal zurückgezogen. Die Häuser sind zum grossen Teil amerikanischer Standart – dafür sind die Strassen deutlich schlechter. Es ist schon15.°°Uhr wie wir Biblian erreichen. Oberhalb steht eine Walfahrtskirche, die nicht nur einen tollen Ausblick verspricht. Wir hoffen da auf dem Parkplatz sicher nächtigen zu können. Leider ist der Platz für unser Vorhaben völlig ungeeignet. Also weiter in Richtung Azogues und immer schön die Augen aufhalten nach einer Übernachtungsmöglichkeit! Bei den ersten Häusern sehen wir eine unscheinbare Tafel mit der Aufschrift ‚Las Ruinas’. Also scharf rechts und nichts wie hin. Bei Ruinen gibt’s meistens einen Parkplatz! Die Strasse zieht sich und darf wohl auch als geteerte Naturstrasse bezeichnet werden. Aber wir erreichen Cojitambo und erfahren von der Polizei wie wir weiterfahren müssen – und das es da sicher ist! Die Naturstrasse hat so enge Serpentinen, dass Hanspeter zweimal ansetzen muss. Auch eine ziemlich ausgewaschene Stelle wird überwunden und wir stehen auf einer almähnlichen Wiese mit einem Blick wie von einem Adlerhorst. Einfach grossartig. Wir sind so begeistert, dass wir beschliessen hier zu bleiben bis uns die ausgehenden Vorräte runter ins Tal zwingen.

 

Obwohl wir die letzten Tage nicht immer eitel Sonnenschein hatten, haben wir bis heute – den 13. Mai – hier in der Einsamkeit gestanden. Das heisst, ganz so einsam war es denn doch nicht. Vor allem übers Wochenende sind einige Ausflügler aus Cuenca hierher gekommen. Darunter auch ein deutscher Bäcker! Klar ziehen wir heute los mit dem Wunsch nach einem feinen Schwarzbrot! Zuerst melden wir uns bei der Polizei ab. Füllen bei Supermaxi wieder die Vorratsschränke und quartieren uns bei Maria und Umberto im Cabaña Yanuncay ein. Hier stehen wir am Stadtrand von Cuenca und teilen 3 Hektaren Land mit drei Pferden, einem Lama, vier jungen Katzen und Hühnern mit Bibeli und natürlich einigen Hähnen die uns am Morgen aus dem Bett krähen. Vom nahen Stadtverkehr bekommen wir gar nichts mit. Kurzum, uns geht’s einfach nur gut.

Bei unserem Besuch in der Bäckerei lernen wir Hermann kennen. Er erzählt uns von seinen Expeditionen in die Antarktis und lädt uns kurzerhand zu sich nach Hause ein um uns einige Dias zu zeigen. Er ist voller wunderbarer Geschichten die er mit viel Humor erzählt, verschweigt aber auch nicht die Schwierigkeiten hier in diesem Land eine Firma zu gründen. Trotz allem hört man die Liebe heraus die er – wohl auch dank seiner Frau Sonja – für Ecuador und seine Menschen empfindet. Wir sind fast täglich mit den Beiden zusammen. Immer wieder bekommen wir Unterstützung bei den vielen kleinen Reparaturen am Auto. Am Ende der Woche steht unser Schnüfeli ganz ohne Gebrechen da – fast wie neu. Aber wirklich Wertvoll sind uns die vielen fröhlichen und gemeinsamen Stunden in denen wir so manches Beizli kennen gelernt haben oder die hervorragenden Kochkünste von Sonja  geniessen durften. Vielen Dank euch Beiden. Wir sind Stolz und Glücklich euch kennen gelernt zu haben. Natürlich haben wir auch die Altstadt besucht, haben zusammen mit Hermann, Sonja, Margit, Jörg, Birte und Ingo unser erstes Meerschweinchen gegessen und einfach eine wunderbare Zeit im ‚Yanuncay’ verbracht.

 

Nachdem nun auch unser Schnüfeli noch die Oelkühleranschlüsse ersetzt bekommen hat, starten wir heute zu unserem nächsten Ziel. Margit und Jörg haben uns ein Mail geschrieben, dass sie in Sigsig in ein Dorffest geraten sind. Wir wollten diesen Ort ohnehin am Sonntag zum Markt besuchen. Nun fahren wir am Samstagmorgen los und treffen am Mittag  unsere Freunde.

Das Volksfest ist schon im Gange und wir können Tanzgruppen in ihren bunten Kostümen bewundern. Die Kirche wird vor dem Hauptportal geschmückt und die Muttergottes wird zur Messe vor die Tür getragen. Wir wissen wirklich nicht was wir hier erleben. Ist das nun ein Volksfest, oder eine Messe? Auf  der Tribüne wird gebetet, gesungen und der Pfarrer spricht zu den Gläubigen. Auf dem Kirchenplatz richten sich einige bequem mit ihren mitgebrachten Stühlen ein. Kinder spielen fang mich doch, Erwachsene plaudern über Gott und die Welt – oder beteiligen sich am Wechselgebet mit dem Pfarrer. Immer wieder werden zwischen den Menschen selbstgebastelte Knallkörper losgelassen die – fehl gezündet - immer mal wieder ein ängstliches Auseinanderstieben der Betenden verursachen und im ganzen Tumult sind Händler mit Esswaren, Spielzeug und Ballonen unterwegs. Noch vor der Kommunion wird ein Feuerwerksturm aufgestellt. In der Zwischenzeit ist es dunkel geworden. Eine gute Zeit um die selbstgebastelten Heissluftballone steigen zu lassen. Für uns neu ist das nun folgende Feuerwerk. Nach dem Zünden gehen nicht etwa Raketen in die Luft. Nacheinander entzünden sich Leuchtkörper die immer neue bewegliche Bilder darstellen. Damit auch jeder auf dem Platz die Bilder sehen kann, wird der Turm ganz langsam auf seiner Achse gedreht. Wir haben nicht herausgefunden, ob die Funken die in die Zuschauer fliegen absichtlich so platziert wurden, oder sich ungewollt gelöst haben. Die Zuschauer jedenfalls sind begeistert und keine Feuerwehr schreitet ein – auch nicht, wenn Funken auf die Häuser regnen. Wir sind  froh, dass wir am Fluss unten – weit weg vom Geschütz – unseren Schlafplatz gefunden haben.

Heute ist Sonntag und wir sind rechtzeitig zur Prozession wieder im Ort. Danach geht das Dorffest mit diversen Tänzen und Einlagen weiter. Bevor wir dann wieder zum Fluss fahren, besuchen wir noch den Gemüsemarkt.

 

Ursprünglich haben wir uns Sigsig als Ziel ausgesucht, weil es hier eine Frauenkooperative gibt die Panamahüte herstellt. Diese Strohhüte wurden schon immer hier in Ecuador gemacht. Den falschen Namen bekamen sie, weil ein in Panama lebender Franzose die Hüte an der Weltausstellung in Paris präsentiert hat. Die Hüte aus Panama wurden in grosser Stückzahl exportiert. Napoleon machte den Hut hoffähig, Berühmtheiten wie Al Capone trugen ihn und so hatte der Hut seinen Namen weg.

Vor unserer Weiterreise schauen wir den Frauen über die Schultern und natürlich sind auch wir ab heute stolze Besitzer eines Panamahutes. Zurück in Cuenca besuchen wir noch das Museo de Sombrero, wo wir noch mehr Infos über die Herstellung dieses Hutes erfahren. So zum Beispiel, dass die Palmen an der Küste wachsen. Je nachdem wie oft die Palmblätter von Hand gespalten werden, ergibt sich die Feinheit des Hutes. Ein gröberer Hut kann in einem Tag geflochten werden. Die feinsten Fasern sind aber so dünn, dass die Weberin zwei Monate für die Herstellung braucht. Das erklärt auch den Unterschied der Preise. Von einigen Dollar bis zu 200 Dollar. Wir sind echt beeindruckt. Den letzten Abend hier in Cuenca verbringen wir mit Sonja und Hermann. Sonja hat ein feines Gulasch gekocht und dazu gibt es Spätzle und Tiroler Knödel – ein Fest!!!

 

Auf unserem Weg nach Vilcabamba schlafen wir im Sportstadion der Universität in Loja. Beim Einkaufen im Supermaxi lernen wir Gudrun und Volkmar kennen. Sie wollen ebenfalls nach Vilcabamba und wir verabreden uns in der Hosteria Izhcayluma. (nein, nein, kein Schreibfehler!) Vorher rufen wir Willi und Maresi an. Sie sind Bekannte unserer panamesischen Freunde Erika und Heinz. Wir wurden schon angemeldet und dürfen bei ihnen übernachten, bevor wir die Grenze nach Peru überqueren.

 

In der Hosteria werden wir von Hubert empfangen. Er ist ein toller Gastgeber und wir Vier fühlen uns so wohl, dass wir den Aufenthalt sofort verlängern. Gudrun und Volmar sind schon seit vier Jahren in Südamerika unterwegs und wir bekommen so viele gute Tipps, dass wir schon jetzt wissen: Dieses Jahr ist nicht lang genug um alles zu sehen. Wir haben aber Michele versprochen, dass wir im Dezember für die Weihnachten nach Hause kommen. Dieses Versprechen an unsere Enkeltochter ist absolut bindend. Unsere neuen Freunde finden das gar kein Problem und liefern uns gleich noch Adressen, wo wir unser Auto sicher einstellen können. Also: ACHTUNG WIR KOMMEN!!!

 

Heute geht’s allerdings erst mal via Loja zum Grenzort Macara zum Missionsehepaar Willi und Maresi. Eine schöne Überraschung ist, dass uns Phillip am vereinbarten Ort abholt. Ihn haben wir schon bei Erika und Heinz kennen gelernt. Und wieder werden wir verwöhnt und wir erfahren einiges über die nicht immer einfachen Einsätze eines Missionars. Sie sind aber ganz sicher, dass sie von Gott hierher gerufen wurden und sind mit grossem Elan dabei ihrer Berufung zu folgen. Wir wünschen ihnen Kraft und Gottes Segen.

 

Zur Grenze ist es nur noch ein Katzensprung. Freundlich verabschiedet sich Ecuador von uns und mit Handschlag werden wir in Peru willkommen geheissen. Wir freuen uns und sind gespannt auf dieses Land und seine Menschen.