Honduras

Beizeiten fahren wir heute zur Grenze von Honduras. Die Ausreise aus El Salvador ist schnell geschafft und für die Einreise ins Nachbarland brauchen wir ‚nur’ drei Stunden. Wir Frauen haben uns bereits daran gewöhnt bei den Grenzen zuerst nach einem Schattenplatz Ausschau zu halten. Hier lassen wir uns gemütlich nieder, während unsere Männer die Einfuhr- formalitäten für die Autos erledigen.

Aus Sicherheitsgründen haben wir beschlossen dieses schöne Land an einem Tag zu durchfahren. Allerdings werden wir auf den 180 km 7x von Polizeikontrollen aufgehalten. Wo wir anhalten, sind sofort bettelnde Menschen zur Stelle und das vom Grenzbeamten über die Polizei bis hin zu den Kindern. Jeder will wenigstens ein ‚Souvenir’. Einmal kommt ein jüngerer Polizist mit Jörgs Papieren zum Beamten der uns befragt und meint mit einem Lächeln zu seinem Kollegen: „Zehn Dollars?“ Dieser meint nur kurz: „No“. Hat ihm Hanspeter doch kurz vorher auf seine Frage ob er spanisch spricht, geantwortet: „Ja, genug um uns verteidigen zu können“. Blöd gelaufen – für die Anderen.

 

Unsere Fahrt führt uns vorbei an armseligen Hütten aber durch eine grossartige Gebirgslandschaft  mit wunderbaren Ausblicken. Schade erlaubt uns unsere Sicherheit nicht einen längeren Aufenthalt in Honduras. Wir hätten dann bestimmt auch noch die netten Menschen getroffen, von denen wir so viel gehört haben. So aber bleiben wir auf der Panamericana, wo man sich auf das Abzocken der reichen Touristen eingestellt hat. Schade um diesen kurzen negativen Eindruck den die hier lebenden Menschen bei den Durchreisenden hinterlassen.

 

Am Nachmittag erreichen wir die Grenze zu Nicaragua, wo die Einreise nur 2 Stunden dauert und kurz vor dem Eindunkeln fahren wir in den Ort Somoto wo wir einen Standplatz am Dorfplatz finden.