Baja, California

Für den Grenzübertritt müssen wir an drei Dinge denken. 1. Wir brauchen für Mexiko eine Haftpflichtversicherung. Die konnten wir mit einer sehr freundlichen Unterstützung im amerikanischen Automobilklub in San Diego abschliessen. 2. Eine Aufenthaltsbewilligung von 180 Tagen für uns und eine Einfuhr-Lizens für unser Auto. Beides muss an der Mexikanischen Grenze gelöst werden. Wir sind zeitig am Morgen da – und werden freundlich durch gewunken. Weil wir ohne die Papiere spätestens bei der nächsten Militärkontrolle Probleme bekämen, fragen wir lieber nach der entsprechenden Behörde. Die ist aber um einige Strassenecken herum in der Nähe von Mc. Donnalds. Sehr gut, den sieht man wenigstens von weitem. Nach einigem Suchen parken wir in einem Innenhof, werden zur nächsten Tür geschickt und landen in einem weiteren kleineren Hof, der an 4 Seiten von niederen Gebäuden umschlossen ist. Hinter einer offenen Tür sitzt ein uniformierter Beamter in einem kleinen Raum, gerade genug Platz für einen Schreibtisch und zwei Stühle. Wir werden freundlich aufgefordert platz zu nehmen und bekommen Grenzformulare zum ausfüllen. Mit diesen Formularen werden wir ins Nachbargebäude geschickt um sie kontrollieren zu lassen. Damit müssen wir nun ins Gebäude vis a vis, weil es jetzt Kopien von den kontrollierten Formularen braucht. Mit den Kopien geht’s nun zurück zum Kontrollschalter, wo am Schalter 2 die Papiere mit den Kopien abgegeben werden müssen. Nach dem Sortieren bittet uns die Schalterdame mit ihr zum Schalter 5 zu gehen. Dieser Ort ist für die Bezahlung der Gebühren zuständig. Für die Aushändigung der Papiere geht’s dann wieder zurück zu Schalter 2. Nun können wir mit den Unterlagen und den Pässen wieder zum uniformierten Grenzbeamten zurück, der uns die nötigen Stempel auf die Dokumente und in den Pass drückt. Nun nur noch schnell 2 zusätzliche Kopien und damit zum Schalter 2 und – WIR SIND OFFIZIEL FUER 180 TAGE IN MEXIKO. Soo einfach ist das!

 

Und jetzt geht’s los. Die Entscheidung welchen Weg wir nehmen sollen wird uns abgenommen. Es gibt nur eine Strasse von Nord nach Süd. Die wenigen Querverbindungen sind Naturstrassen, die mit schlecht, sehr schlecht und nur mit All-Rad mit grosser Bodenfreiheit befahrbar, beschrieben werden. Eigentlich schade. Am Ende dieser Strassen sind meist ein Naturpark, eine alte Mission oder ein Fischercamp. Selbst in den Ortschaften beginnt der Naturboden direkt neben der Hauptverbindungsstrasse. Entsprechend staubig ist es überall. Wobei der Wind der hier ständig weht kräftig mithilft. Die Menschen hier nehmen das mit stoischer Gelassenheit hin und verschönern das grau/braune Bild mit fröhlich farbigen Häusern. Den ganzen Tag sind wir der Küste entlang gefahren und sind dabei jeder Klippe gefolgt. Nun stehen wir direkt an einem langen Sandstrand in Punta Banda. Hier wollen wir zwei Tage bleiben. Am Strand lernen wir Don Ivan kennen. Er steht mit einem total durchgerosteten Jeep am Meeresufer und wartet auf das Fischerboot seines Bruders Alberto. Auf unsere Frage, ob wir etwas vom Fischfang abkaufen können, meint er: „Claro, kommen sie aber erst am Nachmittag um halb vier vorbei. Bis dann habe ich ihnen den Fisch filetiert“. Was für ein Festmahl!

 

Ab heute wird es deutlich gebirgiger. In der ganzen Länge von Baja California zieht sich wie ein Rückgrad eine Bergkette durch. Der heutige Abschnitt führt uns über die Sierra Juares. Auch hier passt sich die Strasse dem Gelände an. So erleben wir ein ständiges Auf und Ab in dieser wilden kaum besiedelten Gegend. Auf einer Hochebene werden wir vom 1. Militärkontrollposten aufgehalten. Hanspeter verwickelt den jungen Mann in ein Gespräch über unsere Reise – und prompt vergisst er unser Auto zu durchsuchen. Bei San Thomas fahren wir an riesigen Weinanbauflächen vorbei. Die Region wird nun deutlich flacher und die landwirtschaftlich genutzten Flächen nehmen zu. Immer wieder begegnen uns am Strassenrand Campesinos, die an selbst gezimmerten Ständen ihre Produkte anbieten. Die Zollformalitäten haben in unsere Reisekasse ein ziemliches Loch gefressen. Nun wollen wir in Colonia Vicente Guerrero einige Tage bleiben um den Rückstand wieder auszugleichen. – Aber erst nachdem wir jeder eine Platte mit verschiedenen mexikanischen Spezialitäten genossen haben.

 

Nach den faulen Tagen müssen wir unbedingt unsere Vorräte wieder auffüllen. In El Rosario finden wir nicht nur einen Super Mercado, sondern auch einen schönen Campingplatz. Anfänglich sind wir noch durch ein grosses Gemüseanbaugebiet gefahren. Aber dann wurde es immer trockener und karger. Ab hier führt uns der Weg fort vom Pazifik ins Landesinnere, zum Parque Natural Desierto Central.

 

Was für ein unwirtliches, karges Land! Dieser Park führt uns in das Herz der Baja. Mit seiner herben Schönheit besticht er im wahrsten Sinne des Wortes. Nämlich mit über 100 Kakteenarten, wovon 60 endemisch, also nur hier heimisch, sind. Wir fahren durch grosse Kakteen- und Sukkulentenwälder und an ausgetrockneten Flussläufen vorbei. Aber am grossartigsten finden wir die Region um Catavina. Zwischen gewaltigen Felsbrocken wachsen die grössten Kandelaberkakteen der Welt. Sie werden bis zu 20 Meter hoch, brauchen für einen Meter aber zwischen 30 – 50 Jahren. Die längsten die wir sehen schätzt Hanspeter zwischen 10 – 15 Meter hoch. Zusammen mit den pizarren, telefonstangenähnlichen Cirios gehören sie zu den höchsten Gewächsen der Baja. Ein weiterer Wegbegleiter ist der fein verästelte, buschähnliche Elefantenfussbaum. Seine helle Rinde und die Form des Stammes hat ihm seinen Namen gegeben. Auch er gehört zu den Sukkulenten. Mit all den Agaven, Yuccas und Kakteen ein wahres Paradies für die Freunde dieser Pflanzen. Wir machen in Catavina einen Abstecher zur Rancho Santa Ines, wo wir uns die nächsten Tage von der einfachen aber schmackhaften Küche der Seniora Mathilda verwöhnen lassen. Diese Ranch steht an einem ausgetrockneten, mit Palmen bewachsenen Flussbett inmitten dieser einzigartigen Landschaft, die wir die nächsten Tage geniessen wollen.                         

 

So wohl wir uns hier fühlen, wir haben wieder richtig Lust auf Wasser und entschliessen uns bei unserer Weiterfahrt zu einem Abstecher an die Ostküste von Baja California. Wir hören von dem kleinen Fischerdorf Bahia de los Angeles das noch nicht einmal am Stromnetz angeschlossen ist. In unseren Ohren tönt das verlockend. Die Region in der wir unterwegs sind, gilt als die heisseste von Baja und wir haben auch Temperaturen von deutlich über 30°C.Uns lockt also nicht nur das kleine Fischerdorf sondern auch die Aussicht auf eine kühle Meeresbrise. Und dann finden wir einen Platz direkt am Strand. Vor uns eine tiefblaue Bucht aus deren Wasser mehrere Inseln ragen. Dazu ein leiser Wind, warmes Wasser zum schwimmen und wir können vom Ufer aus den Delfinen zuschauen. Wir sind im Paradies! Nicht lange und wir werden von einer Amerikanerin angesprochen die wissen will,  aus welcher Region von Kanada wir kommen.( Unser Schnüfeli hat ja die von Rolf eingelösten kanadischen Autonummern). Susanna und ihr Mann Royce leben im Winterhalbjahr hier unten und sind nun, um der heissen Sommerzeit zu entfliehen, auf dem Weg nach Montana. Wieder einmal bekommen wir viele Tipps was wir uns unbedingt ansehen sollen. Die nächsten Tage wird uns Sue immer wieder mit Kleinigkeiten verwöhnen, macht uns mit den lokalen Händlern bekannt die mit ihren Autos durchs Dorf und auch zu unserem Strand fahren und uns mit frischem Obst, Gemüse und Salat versorgen. Direkt vom Fischer bekommen wir ganz frische Meeresfrüchte und geniessen mit Royce und seiner Frau schöne Stunden. --- Und dann kommt über Nacht ein heftiger Wind auf. Nicht vom Meer, sondern ein heisser Wüstensturm der an unserem Van rüttelt und den Schweiss aus allen Poren drückt. So hat eben auch das Paradies seine zwei Seiten. Am nächsten Morgen erleben wir den wohl schönsten Sonnenaufgang in meinem Leben. Der ganze Himmel und das Meer leuchten tieforange. Das Wasser ist spiegelglatt und im Tiefflug machen sich die Pelikane auf zu ihren Futterplätzen. Es ist, als hätte es die letzte Nacht gar nicht gegeben. Wieder erwartet uns ein Tag mit Sonne, Schwimmen, Schlemmen und einfach im Schatten Ruhen. Am Abend haben wir dann ein ganz besonders magisches Erlebnis. Wir sitzen im Dunkeln unter einem unglaublichen Sternenhimmel - und dann fangen die leise daherplätschernden Wellen an ihren Rändern an zu leuchten. Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass dieses phosphoreszierende Licht von Bakterien hervorgerufen wird. Aber eigentlich ist mir die wissenschaftliche Erklärung dieses Phänomens egal. Es ist einfach nur geheimnisvoll und zauberhaft schön. Leider kommt auch diese Nacht der heisse Wüstenwind zurück und raubt uns den Schlaf. Am nächsten Morgen ist der Spuk wieder vorbei – und das Meer verschwunden! Nur weit draussen ist ein Wasserstreifen zu sehen. Zwischen uns nur Sand Steinbrocken und Meeresgrund. Wir sind nun schon eine Woche hier und für uns wird es Zeit wieder weiter zu ziehen. Unsere nächsten Ziele heissen San Ignacio und Santa Rosalia. Beide Orte wurden uns von Sue und Royce wärmstens empfohlen. Blöd am Reisen ist nur, dass man immer wieder von lieben Menschen Abschied nehmen muss. Zum Glück haben auch sie eine E-Mailadresse.

 

Wir machen einen Zwischenhalt am Pazifik in Guerrero Negro. Vom Dezember bis März ist dieser Ort total von Touristen überlaufen. In dieser Zeit kommen hier die trächtigen Walkühe aus der Beringsee an und kalben in den Buchten. Sie bleiben dann ein viertel Jahr hier bis ihre Jungen stark genug sind für die Rückreise nach Alaska. Weil die Weibchen sofort nach der Geburt wieder paarungsbereit sind, hat man auch gute Chancen dieses Schauspiel zu beobachten. Jetzt, ausserhalb der Saison, ist hier absolut nichts los. Weil hier im grossen Stil Meersalz gewonnen wird, wollen wir uns die Salzteiche und die Fördermethoden ansehen. Leider kommt man aber nicht nah genug ran, so dass wir uns mit einem Blick auf die Salzseen begnügen müssen. In diesem Ort können wir an unserem Schnüfeli einige Sicherheitsvorkehrungen vornehmen lassen. So werden unter anderem die Autonummern diebstahlsicher angenietet. Leider hat unser Laptop einige sehr unangenehme Macken die wir einfach nicht beheben können. Einmal mehr lockt sich Günter nach einem Skype-Telefonanruf bei uns ein und versucht uns zu helfen. Ein Stromunterbruch der die ganze Region betrifft, trennt uns dann aber plötzlich – und nichts geht mehr. Wir sind sehr dankbar, dass sich Günter immer wieder die Zeit nimmt um uns bei Computerproblemen zu helfen. Aber das  Wertvollste ist doch die Freundschaft die sich mit der Zeit zwischen Irene, Günter und uns gebildet hat. Auch dafür einmal ein grosses Dankeschön.

Wir wohnen hier beim Malarrimo dessen Küche weit herum bekannt ist. So geniessen wir zu meinem Geburtstag nicht nur eine fantastisch schmeckende Meeresplatte, wir stossen auch mit einem feinen Weisswein auf eine gute Weiterreise an.

 

Heute geht’s wieder ins Landesinnere, in das kleine Oasenstädtchen San Ignacio. Kurz vor unserem heutigen Ziel werden wir von einer weiteren Militärkontrolle angehalten. Es ist heiss und nur durch ein kleines Palmendach geschützt und zum Teil hinter Sandsäcken verborgen sind diese jungen Männer mitten in der Wüste im Dienst. Aber immer bleiben sie freundlich und bis jetzt hat noch keiner unseren Van durchsucht. Auch hier können wir bald weiterfahren  und trauen - nach der nächsten Strassenbiegung - unseren Augen kaum. Vor uns tut sich ein Tal auf und inmitten von einem ausgedehnten Dattelpalmenhain sind die niederen Häuser von San Ignacio kaum auszumachen. Eben fuhren wir durch eine knochentrockene Wüste – und sind jetzt in einem herrlich grünen Paradies. Dieses grüne Wunder ermöglicht ein unterirdischer Fluss, der als Quelle auch als natürliche Badi genutzt wird. Nachdem wir seit unserem Grenzübertritt nur noch über und durch staubtrockene Flussbette gefahren sind, ist das eine richtige Sensation.  Der beschauliche, sympathische Ort wurde 1728 von Jesuiten gegründet und die gut erhaltene, eintürmige Missionskirche ist im Inneren noch original eingerichtet. Nach deren Besuch geniessen wir im Baumschatten einen kühlen Fruchtsaft und schauen dem ruhigen Treiben auf der Plaza zu. Gehen danach noch ins kleine Ortsmuseum, das unter anderem auch Replikate der Felsmalereien aus der Umgebung zeigt. Darstellungen von Menschen mit erhobenen Händen und von verschiedensten Tieren. Diese meist in Rot und Schwarz gemalten Bilder sind mehrere tausend Jahre alt und gehören zum Weltkulturerbe der Unesco.

Wieder zurück beim Auto steht neben uns ein 4x4 Wagen aus Oesterreich. Margit und Jörg sind auch schon seit über einem Jahr unterwegs und wollen in die gleiche Richtung wie wir. Natürlich werden auch hier wieder die Adressen ausgetauscht. Mit ihrem geländegängigen Wagen haben sie ganz andere Möglichkeiten wie wir und so verabschieden wir uns in der Gewissheit, dass wir uns ganz sicher in den nächsten Monaten irgendwo in Mexiko oder Südamerika wieder sehen werden.

 

Heute haben wir ein weiteres Oasenstädtchen, Mulegé, erreicht. Natürlich nicht ohne Zwischenstopp in  Santa Rosalia, an der Ostküste gelegen, das uns von Sue und Royce empfohlen wurde. Das einstige Bergbaustädtchen wurde von Franzosen aufgebaut. Bis heute können die gepflegten, bunten Holzhäuser und die von Gustave Eiffel entworfene, aus Stahlfertigteilen gebaute Kirche bewundert werden. Nach dem Besuch des Bergwerksmuseums geniessen wir im Hotel Frances ein wunderbares Frühstück. Das Haus und die Einrichtung sind originalgetreu erhalten und ich würde mich gar nicht wundern, wenn eine Dame der Jahrhundertwende mit langem weissen Spitzenkleid und einem grossen Strohhut eintreten würde.

 

Mulegé kann mit einer wuchtigen Missionskirche und einem Gefängnis, das heute ein Museum ist, locken. Aber für uns das Beste sind die Palmenoase, der Fluss (mit viel Wasser) und ein sehr schöner Campingplatz mit Pool. Hier im Landesinneren ist es um diese Jahreszeit sehr heiss und für uns ist die Verlockung zu gross – wir werden hier einige Tage ganz angestrengt – nichts tun.

 

Heute haben wir La Paz erreicht. Dabei sind wir in der Bahia Concepcion an einer Reihe von Traumstränden entlanggefahren. Hier windet sich die Strasse in einem ständigen Auf und Ab um die Klippen. Links das Meer mit vielen kleineren und grösseren Inseln. Rechts steil aufsteigende Felswände, die sich zur Sierra de la Giganta verbinden. Dazwischen immer wieder karge trockene Ebenen die durch niedere Sträucher, Kakteen und Agaven bewachsen sind. Einig einsame Dörfer – oft nur einige kleine Häuser um eine Taccobude - und einzelne ärmliche Hütten wechseln sich in dieser Einöde ab. Wir wundern uns immer wieder über die Improvisationskünste der mexikanischen Bevölkerung. Es ist unglaublich wie sie es schaffen aus nichts noch etwas herzustellen. Sie sind wahre Improvisationskönige – und das ist durchaus im besten Sinn und mit grosser Bewunderung gemeint. Hättest du gerne gegen die grosse Hitze einen gedeckten Sitzplatz? Kein Problem. Bau dir mit Bachsteinen und Zement eine L-förmige Mauer ans Haus. Schneide mit der Handeisensäge von einem kaputten Auto das Dach ab und befestige dieses auf deiner Mauer. Schon hast du einen regensicheren Sitzplatz, der dank den ehemaligen Fensterrahmen an heissen Tagen auch noch herrlich unterlüftet wird. Das ist nur eines von vielen Beispielen die wir aufzählen können.

In Loretto lassen wir uns von einer jungen, sehr sympathischen mexikanischen Familie verwöhnen. Sie haben von Manfred, einem Oesterreicher, den RV- Park abgekauft und betreuen ihn und ihre Gäste mit grossem Engagement. Danach verläuft unsere Weiterreise bis La Paz ereignislos.

 

Schon am nächsten Tag fahren wir weiter zum südlichsten Punkt der Halbinsel Baja California – zu den Cabos, über die Sierra de la Laguna. Hier überfahren wir, nahe bei Santiago, den Tropic of Canger. Also die Nordgrenze des Tropengürtels. Unterwegs haben wir ein ziemlich ungutes Gefühl bekommen, nachdem Hanspeter wegen eines vermeintlichen Krankenwagens am Strassenrand anhält. Ueberholt haben uns drei weisse Pikups mit eingeschaltetem Blaulicht. Im Auto und auf den Ladeflächen sitzen schwarz vermummte Personen. Zu sehen sind nur ihre Augen und die Maschinengewehre in ihren Händen. Wir sind auf einer schmalen einsamen Gebirgsstrasse unterwegs und sind heilfroh, dass sie weiterfahren.

 

San Jose del Cabo und Cabo San Lucas sind für uns eher enttäuschend. Es sind Touristenhochburgen mit Jachten und Kreuzfahrtschiffen im Hafen. Riesige Hotelburgen und ganzen Strassenzügen mit amerikanischen Imbissbuden und Discos. Nicht unsere Welt. So fahren wir nach nur je einer Uebernachtung auf der Mex 19 wieder in Richtung La Paz. Etwa auf halbem Weg finden wir einen herrlichen Strand mit hohen Wellen, Pelikanen, Hasen, Laufkuckuck, Reiher, Geier und in unserem Auto untersucht ein Specht ob wir wirklich keine fetten Maden mitgebracht haben. Na also – haben wir unseren Platz in der Südspitze doch noch gefunden!

 

Hier ist es so schön, dass wir fast eine Woche bleiben. Aber nun ist es doch Zeit wieder zurück zu fahren nach La Paz wo wir mit der Fähre zum mexikanischen Festland, nach Topolobambo, übersetzen.